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Diamant - Brillant
Der Brillant ist ein speziell geschliffener Diamant. Er besitzt mindestens 56 Facetten und ist in seiner Brillanz einzigartig.
Ein Diamant ist unvergänglich - Das ideale Symbol zum Zeichen der "Liebe"
Gerne unterbreite ich Ihnen ein Angebot zur individuellen Anfertigung Ihres Ringes mit einem Diamanten, für einen unvergesslichen Heiratsantrag
Fragen ? info@meistergoldschmie.de
Farbgrade des geschliffenen Diamanten nach CIBJO
Die Bestimmung der Farbe erfolgt durch einen geübten Fachmann und durch Vergleich mit einem nach dem CIBJO Mustersatz gefertigten Vergleichssatz unter Verwendung einer standardisierten Lichtquelle
| Hochfeines Weiß + | D |
| Hochweines Weiß | E |
| Feines Weiß + | F |
| Feines Weiß | G |
| Weiß | H |
| Leicht getöntes Weiß | I |
| Leicht getöntes Weiß | J |
| Getöntes Weiß | K |
| Getöntes Weiß | L |
| Getönt | M-Z |
Reinheit nach CIBJO
Die Reinheit eines Diamanten ist unter zehnfacher Vergrößerung einer achromatischen und aplanatischen Lupe bei normalen Licht durch einen geübten Fachmann zu prüfen und gemäß der CIBJO Reinheitstabelle zu unterteilen.
| LR | Ein Diamant darf nur dann als lupenrein bezeichnet werden,wenn er sich unter dieser Voraussetzung als absolut transparent und frei von Einschlüssen erweist |
| VVS 1 und 2 | Sehr,sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr schwierig zu erkennen |
| VS 1 und 2 | Sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung schwierig zu erkennen |
| SI 1 und 2 | Kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung leicht zu erkennen, durch das Oberteil nicht mit bloßem Auge sichtbar |
| P I | Einschlüsse, die bei zehnfacher Vergrößerung sofort erkennbar sind, aber die Brillanzwirkung nicht beinträchtigen. Mit bloßem Auge gerade noch durch das Oberteil zu erkennen |
| P II | Größere und/oder zahlreiche Einschlüsse, die mit bloßem Auge durch das Oberteil gut zu erkennen sind und die Brillanz etwas beinträchtigen |
| P III | Große und/oder zahlreiche Einschlüsse, die mit bloßem Auge sehr leicht zu erkennen sind und die Brillanz deutlich beinträchtigen |
Eine kleine Geschichte - Verfasserin Traudl Baumeister -
Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung
für Schmuck von Bernhard Thein
Der Diamant
Die Geschichte, die ich heute erzählen will, beginnt vor vielen Milliarden Jahren. Auf der Erde gab es keine Blumen, keine Tiere, ein unwirtlicher Ort. Ein Element jedoch ließ sich von den harten Bedingungen nicht abschrecken und so beginnt eine der längsten und spannendsten Reisen der Welt.
Startpunkt ist ganz tief im Innersten der Erde. Unter brodelnder Hitze und hohem Druck wird Kohlenstoff, das Urelement unseres Helden, dem Diamanten, zusammengepresst zu einem hartem, symmetrischem Stoff, der trotz der Geburt in der Hitze Stein gewordenem Eis gleicht.
Entstanden nahe dem Erdmittelpunkt beginnt die lange Reise des Diamanten mit einem Flug. Doch er reist nicht etwa – wie heute – im weichen Samt eines Spezialkoffers im Flugzeug erster Klasse. Nein. Mit Lava, wertlosem Geröll und Asche wird er herausgeschleudert aus dem Schlund eines Vulkans. Manch einer landet unsanft und bleibt dort wiederum Millionen Jahre den Naturgewalten ausgesetzt: Regen, Wind, Schnee und Eis oder glühender Sonne. Doch unser Held wieder steht allem.
Längst nicht alle seiner Genossen erweisen sich als so widerstandsfähig. Hart werden oder für immer untergehen, so lautet die Devise der strapaziösen Reise des Diamanten ins 21. Jahrhundert. Nur wer die Härteprüfung übersteht, kommt an. Als einzigartiges Juwel, dem nichts auf der Erde gleicht.
Millionen Jahre später schließlich beginnt der zweite, und nicht weniger spannende Teil der Reise unseres Helden. Menschen machen sich auf in die entlegensten Winkel der Erde und trotzen vielen Gefahren, um den Diamanten zu finden, in der Wüste, am Meeresgrund, in Afrika oder Australien. Treffen sie unseren Helden, wiegen und prüfen sie ihn und nur, wenn er auch diesen letzten Test besteht, tritt er den Weg an in die Hand eines Freundes. Dieser entfernt mit kundiger Hand störendes, hässliches und düsteres und befördert ihn so in seine Idealform: den Brillanten.
Nach dieser verdienten Ruhepause vollendet der Diamant seinen Weg durch die Erdgeschichte, kommt schließlich endgültig zur Ruhe und kann viele weitere Jahre glänzen, geborgen im Stolz seines Trägers – mit dem Wissen
seinem Fundland ein Stück Kultur zu schenken.
Interessantes um den Diamanten
- Der Cullinan ist der größte bisher entdeckte Diamant. Sein Rohgewicht betrug 3106 Karat, was circa 680 g entsprach. Er wurde in neun große und 96 kleinere Diamanten gespalten und geschliffen.
- Der höchste jemals bei einer Auktion erzielte Preis pro Karat liegt bei sage und schreibe 1 Million U$$ - erzielt für einen purpurroten Diamanten von 0,95 Karat Gewicht.
- Der Brauch, einen Diamantring am vierten Finger (daher auch der Name Ringfinger) der linken Hand zu tragen, geht auf die alten Ägypter zurück. Sie glaubten, dass die Vena Amoris ("Liebesvene") von dort direkt zum Herzen verläuft.
- Der Blue Hope Diamant
Der "Blue Hope" ist ein dunkel stahlblauer Diamant mit einem Gewicht von 45,52 ct. und wurde in der Kollur Mine in Golconda, Indien gefunden. Der Rohdiamant wog 112 ct. Gegenwärtig befindet sich dieser Diamant in der Smithsonian Institution.
Im Jahre 1668 verkaufte der französische Reisende Jean Baptiste Tavernier den Diamanten an König Louis XIV. von Frankreich. Der Hofjuwelier Sieur Pitau schliff den Stein in einen dreieckigen, tropfenförmigen Diamanten mit einem Gewicht von 67,50 ct.: Den "French Blue" oder "Tavernier Blue". In Gold gefasst hing der Diamant an einem Halsband des Königs, das er zu zeremonialen Gelegenheiten trug.
Am 11. September 1792 wurde der Diamant während der französischen Revolution gestohlen. Er wurde nach Le Havre und dann nach London gebracht, wo er verkauft werden sollte. Er wurde jedoch gestohlen.
1824 tauchte der Diamant in einer Edelsteinsammlung von Henry Philip Hope auf. Als Henry Philip Hope starb, entbrannte ein Kampf um den Diamanten zwischen seinen drei Neffen. Henry Hope erwarb den "Hope Diamanten" und das Juwel wurde im Jahre 1841 in der "Great Exhibition of London" und 1855 in der "Exhibition Universelle" in Paris ausgestellt.
Die weiteren Besitzer waren:
Seine Frau Adele bis zum 31. März 1887
Henry Francis Hope Pelham-Clinton, der bankrott ging. 1901 verkaufte er den Hope Diamanten für 29.000,-- £ an den Londoner Edelsteinhändler Adolf Weil.
Adolf Weil verkaufte ihn an Simon Frankel, einen Diamantenhändler, der ihn nach New York brachte. Dort wurde sein Wert auf 141.032,-- geschätzt (zu dieser Zeit ca. 28.206,-- £).
Frankel verkaufte den Diamanten 1908 an Salomon Habib in Paris für 400.000,-- $
Habib verkaufte den Diamanten an den Edelsteinhändler Rosenau.
1910 verkaufte ihn Rosenau für 550.000,-- Francs an Pierre Cartier.
Im Jahre 1911 verkaufte Cartier den Stein an die Theater-Schauspielerin Evalyn Walsh MacLean, die 1947 verstarb. Die Treuhänder verkauften den Blue Hope an den New Yorker Diamantenhändler Harry Winston.
Harry Winston stelle den Blue Hope in seiner "Court of Jewels"aus, einer Juwelenausstellung in den USA. Im August 1958 wurde der Diamant in der "Canadian National Exhibition" gezeigt. Die untere Facette wurde geschliffen um die Brillanz des Diamanten zu steigern.
Nun gehört der Diamant der "National Gem Collection" in der Smithsonian Institution. 1962 wurde er in Paris und 1965 in Südafrika ausgestellt. In den letzten Austellungen wog der Diamant 45,52 ct. Die Klassifizierung des Farbgrades des Hope Diamanten lautet “Fancy dark grayish-blue”: The Blue Hope.